Über Gott und die Welt auf den eigenen Schulhof
Seit Beginn des Schuljahres lassen bunte Plakate die Leute im Schulhaus kurz innehalten. Die liebevoll gestalteten Poster haben ein klares Anliegen: Lasst uns unsere Umwelt bewahren und auf Müll verzichten. Und wenn doch mal welcher da ist, dann bitte ab damit in die Mülltonne. Das ist die Botschaft der Religionskinder, die sich im Fachunterricht mit der Schöpfung auseinandergesetzt haben. Die Erstklässler machten sich zunächst auf die Suche: Mit dem Tablet wurden Fotos von Dingen gemacht, die es zu bewahren gilt – in der unmittelbaren Umgebung, dem Schulgarten, der Natur vor der Schultür.
Hintergrund: Im Religionsunterricht beschäftigen sich die Kinder mit den Geschichten aus der Bibel. Und da wird natürlich auch berichtet, wie Gott die Welt erschaffen hat. Den Zusammenhang zur Lebenswelt der Mädchen und Jungen herzustellen, ist Aufgabe der Fachlehrkraft. Und dieser Übergang fiel den Kindern leicht. Sie fanden schöne Tiere und Pflanzen, und merkten schnell: Um diese Dinge herum finden sich oft gar nicht so schöne Sachen. „Die Kinder kamen schnell auf das Thema Müll. Und wollten aktiv werden“, berichtet die Pädagogin. Wenig später machte sie sich mit ihrer Gruppe auf den Weg. Die Mädchen und Jungen befreiten den Schulhof und die Areale rund um das Schulgebäude vom Müll. „Da lag ganz schön viel rum“, erklärte eine Schülerin. Der kam in die Tüte, oder aber als kleine Erinnerung und Mahnung auf die Plakate. Die durften die Kinder dann im Schulhaus aufhängen, nachdem sie persönlich beim Schulleiter nachgefragt hatten. „Da waren wir echt aufgeregt“, sagte ein Mädchen.
Zum Abschluss der Unterrichtseinheit gestalteten die Kinder eine Klanggeschichte und erfuhren so die Schöpfung noch einmal mit mehreren Sinnen. Ins Bewusstsein rückte einmal mehr, dass man selber eine Menge tun kann, um das Schöne in der Natur zu bewahren.
Katrin Damm